Religion

Wert Persölichkeit Syrien Syrien

Religionsunterricht an der Kieler Gelehrtenschule –
ein Raum für Fragen und die Suche nach ganz eigenen Antworten

Der Religionsunterricht wird an der Kieler Gelehrtenschule momentan als konfessioneller Religionsunterricht in den fünften bis siebten Klassen und die ganze Oberstufe hindurch angeboten. Die Organisation kirchenpädagogischer Angebote, die Ausgestaltung regelmäßiger Schulgottesdienste wie des traditionellen Weihnachtsgottesdienstes oder auch Umschulungs- und Abiturgottesdienste gehören genauso zu den Aufgaben der Fachschaft wie die Durchführung von Projekten z.B. zur Gewalt- und Kriminalitätsprävention in Kooperation mit der Polizei.

Wir Religionslehrer*innen arbeiten in methodischer Vielfalt und in Kooperation mit anderen Schulfächern an der ganzheitlichen Bildung der Kinder und Jugendlichen und verfolgen dabei drei große Ziele:

  • Religionsunterricht stärkt Schüler*innen!
  • Religionsunterricht erzieht zu Toleranz!
  • Religionsunterricht hilft, die eigene Kultur zu verstehen!

Religionsunterricht stärkt Schüler*innen!

Schüler*innen leben heute in einer sich ständig verändernden Welt, die soziale und religiöse Werte und Normen häufig vernachlässigt, die durch Krankheit, Kriege und Naturkatastrophen bedroht ist und dem Menschen immer öfter und schneller existenzielle Entscheidungen abverlangt. Der Religionsunterricht stärkt die Kinder und Jugendlichen angesichts dieser Erfahrungen. Er bietet den Jungen und Mädchen in der Zeit ihrer Persönlichkeitsentwicklung wie kaum ein anderes Fach Raum, Orientierung und den Sinn des Lebens zu suchen und den eigenen Fragen nachzugehen:

  • Warum bin ich so, wie ich bin?
  • Wie finde ich mein Glück?
  • Wozu lebe ich?
  • Was kommt nach dem Tod?
  • Wie soll ich handeln?
  • Was bedeutet es, ein Teil der (Klassen-) Gemeinschaft zu sein?
  • Gibt es einen Gott?
Der Religionsunterricht versucht, diesen Fragen aus christlicher Perspektive zu begegnen, da christliche Wertvorstellungen frei von gesellschaftlichem Anpassungsdruck sind. Selbstverständlich werden aber auch nichtchristliche Positionen immer mit in den Unterricht einbezogen!

Religionsunterricht erzieht zu Toleranz!

Viele Konflikte – ob im Kleinen oder Großen – entstehen dadurch, dass Menschen sich zu wenig kennen und zu selten miteinander kommunizieren. Im Religionsunterricht lernen die Kinder und Jugendlichen auch andere Religionen, Weltanschauungen und Kulturen kennen. Durch den Besuch außerschulischer Lernorte wie Kirchen, Moscheen oder Synagogen und Begegnungen mit Vertreter*innen anderer Religionen werden möglichst authentische Begegnungen mit anderen Kulturkreisen ermöglicht. Der Religionsunterricht hilft den Schüler*innen außerdem, in einer Gesellschaft religiöser und kultureller Vielfalt eine eigene Position zu finden, denn: Nur wer selbst eine Überzeugung hat, kann die Überzeugung anderer respektieren!

Religionsunterricht hilft, die „eigene“ Kultur zu verstehen!

Die europäische Kultur ist seit Jahrtausenden jüdisch-christlich geprägt, seit 1400 Jahren prägen auch islamische Einflüsse das gesellschaftliche Leben: Musik, Kunst, Literatur, Redewendungen und vieles mehr sind kaum zu verstehen, ohne den „religiösen Code“ geknackt zu haben. Viele Kinder und Jugendliche werden zu Hause jedoch oftmals nicht mehr mit diesen Traditionen, Texten, Bildern und Symbolen vertraut gemacht. Der Religionsunterricht hilft dabei, den Schülerinnen und Schülern ihre „eigene“ Kultur zu erklären und sie mit einem multireligiösen Basiswissen auszustatten, das sie auch in anderen Lebensbereichen und Unterrichtsfächern wie Deutsch, Latein, Kunst, Biologie oder Geschichte anwenden können.

Weitere Informationen zum Religionsunterricht finden Sie hier.
Hinweise zu konkreten Unterrichtsinhalten entnehmen Sie bitte den Fachanforderungen.
Schüler*innenergebnisse von unserem letzten religionspädagogischen Tag zum Thema Reformation in der St. Nikolai Kirche:

  • Reportage zur Reformation in Kiel: PDF
  • Bildung für alle – Reden vor dem Kieler Stadtparlament: PDF
  • Gedichte zum Thema Freiheit und Vergebung: PDF